Wie wirkt die Pille Danach?

Die Wirkung der Pille Danach ist einfach: Sie verschiebt den Eisprung1. Der kann in der Mitte des weiblichen Zyklus stattfinden und wird durch einen kleinen Hormonanstieg ausgelöst2. Wann genau der Eisprung stattfindet, ist bei jeder Frau und von Zyklus zu Zyklus unterschiedlich3. Die Pille Danach unterdrückt den erwähnten Hormonanstieg im Körper und sorgt so für eine Verschiebung des Eisprungs um ca. 5 Tage1.

Die Pille Danach ist keine Abtreibungspille

Dadurch, dass die Pille Danach den Eisprung verschiebt, wird eine Befruchtung und damit auch eine Empfängnis verhindert. Sie bricht keine bestehende Schwangerschaft ab4.

Durch das Verschieben des Eisprungs kann nach einer Verhütungspanne das Zusammentreffen von Spermien und Eizelle verhindert werden. Eine schnelle Einnahme der Pille Danach ist wichtig5, damit sie rechtzeitig ihre Wirkung entfalten und dem Eisprung zuvorkommen kann. Die Pille Danach kann an jedem Zyklustag angewendet werden, da der Eisprung früh, mittig oder spät auftreten kann.

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Larissa Kremer
Larissa Kremer
Head of Medical HRA Pharma Deutschland GmbH
Auf medizinische Korrektheit geprüft im September 2020.

1Ulipristal acetate prevents ovulation more effectively than levonorgestrel: analysis of pooled data from three randomized trials of emergency contraception regimens☆ Vivian Brachea,⁎, Leila Cochona, Maëva Deniaudb, Horacio B. Croxattoc 2013.
2Raith-Paula E et al. Natürliche Familienplanung heute; Springer Science & Business Media. 2008.
3Baird, D. D. et al. Application of a method for estimating day of ovulation using urinary estrogen and progesterone metabolites. Epidemiology. 1995; 6(5): 547 – 550.
4Brache V, Cochon L, Deniaud M, Croxatto HB. Ulipristal acetate prevents ovulation more effectively than levonorgestrel: analysis of pooled data from three randomized trials of emergency contraception regimens. Contraception 2013;88:611–618.
5Glasier AF et al.: Ulipristal acetate versus levonorgestrel for emergency contraception: a randomised non-inferiority trial and meta -analysis.Lancet 2010; 375: 555-562.