Frau sitzt mit abgestützem Kopf und schaut nachdenklich aus dem Fenster
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Erste Anzeichen einer Schwangerschaft: Auf welche frühen Symptome solltest du achten?

Wenn deine Periode ausbleibt, ist das oft das erste Anzeichen einer Schwangerschaft. Die starken hormonellen Veränderungen während dieser Zeit sorgen jedoch für viele weitere Schwangerschaftssymptome, die bereits früh zu spüren sind. Hier erfährst du, welche typischen Anzeichen darauf hindeuten, dass das Risiko einer Schwangerschaft besteht.

  • Ausbleibende Periode: Ist dein Menstruationszyklus regelmäßig, kann das Ausbleiben der Regelblutung ein erstes Anzeichen einer Schwangerschaft sein. Aber Achtung: Auch in den ersten Schwangerschaftswochen kann es zu einer Blutung kommen, die einer sehr leichten Periode ähnelt.
  • Morgendliche Übelkeit: Von der Morgenübelkeit ist mehr als die Hälfte aller Schwangeren betroffen. Dieses Schwangerschaftssymptom geht bei einigen mit Erbrechen und Appetitlosigkeit einher. Die Übelkeit beginnt meist in der 4.-6. Schwangerschaftswoche und kann sich bis zur 12. Woche wieder legen.
  • Müdigkeit: Starke Müdigkeit ist ein häufiges Schwangerschaftssymptom, gerade in den ersten Wochen. Dafür ist höchstwahrscheinlich der massive Anstieg des Hormons Progesteron verantwortlich. Es wird benötigt, um die Schwangerschaft aufrechtzuerhalten und das Wachstum des Babys zu fördern, verlangsamt aber auch deinen Stoffwechsel.
  • Veränderungen der Brust: Während der Schwangerschaft werden die Brüste voller und empfindlich. Die Haut um die Brustwarze wird dunkler und die Venen in der Brust werden deutlicher sichtbar. Auch dies kann ein erstes Anzeichen einer Schwangerschaft sein.
  • Häufiges Wasserlassen: Während der Schwangerschaft steigt der Körperflüssigkeitsgehalt und die Nieren arbeiten effizienter. Die anschwellende Gebärmutter drückt außerdem auf die Blase. Daher müssen die meisten Frauen in den ersten Wochen der Schwangerschaft häufiger Wasser lassen. Achte auf diese Symptome, die ebenfalls auf das Risiko einer Schwangerschaft hindeuten können.
  • Heißhunger oder Ekel: Heißhunger auf spezielle Lebensmittel kommt in der Schwangerschaft sehr häufig vor. Es kann aber auch sein, dass du plötzlich eine Abneigung gegen Lebensmittel hast, die du zuvor mochtest – auch das möglicherweise ein erstes Schwangerschaftsanzeichen.
  • Unterleibsschmerzen: Unterleibsschmerzen in der Schwangerschaft können entstehen, wenn sich die Knochen und Bänder bewegen und dehnen, um dem Ungeborenen Platz zu schaffen. Die Schmerzen können sich ähnlich wie Regelschmerzen anfühlen. Einen Grund zur Besorgnis gibt es meist nicht.

Willst du herausfinden, wann deine fruchtbarsten Tage sind? Unser Beitrag Eisprung berechnen: Alle Infos rund um deine fruchtbarsten Tage verrät es dir.

Wann solltest du einen Schwangerschaftstest machen?

Alle oben genannten Symptome können auch durch andere Faktoren verursacht werden, zum Beispiel Stress. Spürst du eines oder mehrere davon, heißt das also nicht unbedingt, dass du schwanger bist. Wenn du jedoch vermutest, erste Anzeichen einer Schwangerschaft zu spüren, besorgst du dir am besten einen Schwangerschaftstest für Zuhause. Du bekommst ihn rezeptfrei in Apotheken oder Drogerien. Viele Tests können sogar schon einige Tage vor dem erwarteten Einsetzen deiner Periode eine Schwangerschaft anzeigen. Nach dem ungeschützten Sex sollten jedoch mindestens 21 Tage vergangen sein, ehe der Test durchgeführt wird.

Für gewöhnlich besteht der Test aus einem Stäbchen, das du in deinen Urin hältst. Hierfür ist morgens die beste Zeit, da dein Urin dann am konzentriertesten ist. Genaue Erläuterungen findest du in der Packungsbeilage. Mit einem Test kannst du Klarheit darüber gewinnen, ob deine Symptome auf eine Schwangerschaft zurückzuführen sind. Lies‘ für mehr Infos auch unseren Beitrag Schwanger oder nicht: Mit dem Schwangerschaftstest zu Gewissheit.

Eine Frau mit dunklen Haaren streckt in einer "Halt"-Geste ihre flache Hand in die Kamera
Eine Frau mit dunklen Haaren streckt in einer "Halt"-Geste ihre flache Hand in die Kamera
Keine Frau sollte sich nach einem Beratungsgespräch über die Pille Danach schlecht fühlen. (© 2018 Khosro, Shutterstock)
Keine Frau sollte sich nach einem Beratungsgespräch über die Pille Danach schlecht fühlen. (© 2018 Khosro, Shutterstock)

Welche Faktoren beeinflussen die Symptome in der Frühschwangerschaft?

Jede Schwangerschaft verläuft anders, und nicht jede Frau bemerkt die möglichen Symptome in gleichem Maß. Es sind zahlreiche Faktoren, die Schwangerschaft und Schwangerschaftsbeschwerden beeinflussen – darunter hormonelle, genetische, stoffwechselbedingte und psychische Faktoren.

Natürlich spielt auch der allgemeine Gesundheitszustand der Frau eine Rolle dabei, wie stark sich Schwangerschaftssymptome bemerkbar machen. Hier gilt der Schilddrüse besonderes Augenmerk. Als lebenswichtige Hormondrüse spielt sie eine große Rolle für den Stoffwechsel und hilft dabei, zahlreiche Körperfunktionen zu regulieren. In der Schwangerschaft steigt der Bedarf an Schilddrüsenhormonen an, da das Ungeborene mitversorgt werden muss. Besteht bei einer schwangeren Frau zum Beispiel eine Unterfunktion der Schilddrüse, ist für sie die Einnahme von Schilddrüsenhormontabletten wichtig.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Es ist ratsam, dass du dich an deinen Arzt wendest, wenn du unter einem oder mehreren der folgenden Symptome leidest:

  • Starke Kopfschmerzen (die nicht nachlassen oder sich mit der Zeit verschlimmern)
  • Schwindel oder Ohnmacht
  • Gedanken an Selbstverletzung
  • Sehstörungen (verschwommenes Sehen, Blitze oder Doppelbilder)
  • Fieber (38 Grad oder höher)
  • Starke Schwellung (Hände, Füße, Gesicht)
  • Atemnot (besonders im Liegen)
  • Erbrechen von Blut oder die Unfähigkeit, Nahrung oder Flüssigkeiten 24 Stunden lang bei sich zu behalten
Eine Frau mit dunklen Haaren streckt in einer "Halt"-Geste ihre flache Hand in die Kamera
Eine Frau mit dunklen Haaren streckt in einer "Halt"-Geste ihre flache Hand in die Kamera
Keine Frau sollte sich nach einem Beratungsgespräch über die Pille Danach schlecht fühlen. (© 2018 Khosro, Shutterstock)
Keine Frau sollte sich nach einem Beratungsgespräch über die Pille Danach schlecht fühlen. (© 2018 Khosro, Shutterstock)

Fazit

Du kennst jetzt die wichtigsten Anzeichen, darauf hindeuten, dass das Risiko einer Schwangerschaft besteht. In jedem Fall möchtest du sicher schnell darüber Klarheit haben, was in deinem Körper vor sich geht. Zögere also nicht: Ein Schwangerschaftstest für Zuhause wird dir ein zuverlässiges Ergebnis liefern.

Hat der ungeschützte Sex erst vor maximal 5 Tagen stattgefunden, kannst du durch Einnahme der Pille Danach einer Schwangerschaft vorbeugen. Bedenke aber, dass die Pille Danach innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr am effektivsten wirkt. Das liegt an ihrer Wirkweise: Sie verschiebt deinen Eisprung um mindestens 5 Tage. Das ist die Zeitspanne, in der Spermien im weiblichen Genitaltrakt befruchtungsfähig bleiben. So verhindert die Pille Danach das Zusammentreffen von befruchtungsfähiger Eizelle und Spermien. Je länger du nach der Verhütungspanne mit der Einnahme der Pille Danach wartest, umso größer ist also Risiko, dass in der Zwischenzeit dein Eisprung stattfindet.

Die Pille Danach mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat wirkt noch bis kurz vor dem Eisprung – also auch an den fruchtbarsten Tagen der Frau. Du kannst sie bis zu 120 Stunden nach der Verhütungspanne einnehmen. Die Pille Danach mit dem Wirkstoff Levonorgestrel wirkt kurz vor dem Eisprung nicht mehr. Du kannst sie bis zu 72 Stunden nach dem ungeschützten Sex einnehmen.

Besorgst du dir Pille Danach vorbeugend, hast du sie im Fall der Fälle in deiner Hausapotheke griffbereit und verlierst keine Zeit bei der Einnahme. Du erhältst sie rezeptfrei in der Apotheke, wo du auch individuell beraten wirst. An Feiertagen oder nachts bekommst du die Pille Danach in der Notfallapotheke.